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Bild Hoffnungsposie

Der Verleger Anton G. Leitner hat im Vorfeld des 2. ÖKT Dichter dazu aufgerufen, Hoffnungspoesie einzureichen. An dem Projekt haben sich 104 Dichter beteiligt. Auf der offiziellen ÖKT-Homepage wird jeden Tag eines der Gedichte veröffentlicht. Eine Auswahl der Gedichte wird in einer Anthologie zusammengestellt. Wir haben die Dichter getroffen. Wer sie sind und wie sie ihre eigene Poesie vortragen, sehen und hören Sie hier. Jeden Tag stellen wir einen weiteren “Hoffnungspoeten” vor. Von Kora Blanken

Sonntag: Gabriele Trinckler

Portrait Melanie ArzenheimerGabriele Trinckler, geboren 1966 in Berlin, lebt seit 1999 in München. Sie arbeitet im Anton G. Leitner Verlag als Verlagsassistentin. In verschiedenen Anthologien, Jahrbüchern, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte sie ihre Gedichte. 2006 erschien ihr erster Gedichtband “Bauchkitzel mit Forelle”.

Seit 2004 ist Gabriele Trinckler Mitglied der freien Theatergruppe Theater Flambé.

2007 gewann sie den Ring*Con-Writing Contest.

Eine Hörprobe gibt es hier:

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manchmal legen sie dir wunder
in den weg mit ihren winzigen
krallen zuerst immer hörst du ein

rauschen von hunderttausend
flamingos über einer beliebigen
landschaft auch in den städten

kein hinderungsgrund für etwas
das sie mit dir tun deine augen
brechen sie auf träufeln blanke

perlen in die pupillen das brennt
hinter der stirn wo sie dich packen
und hochreißen bis so viel luft

um dich ist dass du nicht atmen
kannst nicht danach schnappen
weil doch zu viel viel zu viel

Werner Lutz

Portrait W. LutzWerner Lutz wurde 1930 in Wolfhalden im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden geboren. Jetzt lebt er als Schriftsteller und Maler in Basel. Seine Gedichte veröffentlicht er vor allem im Waldgut Verlag. Dort ist auch seine aktuellste Gedichtsammlung – “Kussnester” – erschienen. In diesem Band sind neben vielen kurzen Gedichten auch vier Tuschezeichnungen des Künstlers zu finden.

1992 erhielt der Lyriker den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung. 1996 wurde er zweifach ausgezeichnet: durch die Kulturstiftung des Kantons Appenzell Ausserrhoden und den Basler Literaturpreis.

Hier zwei kleine lyrische Kostproben:

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Samstag: Melanie Arzenheimer

Portrait Melanie Arzenheimer

Melanie Arzenheimer wurde 1972 geboren. Nach ihrem Abitur im Jahr 1992 begann sie ein Hörfunk-Volontariat bei Radio IN in Ingolstadt. Dort war sie später als Redakteurin und Moderatorin tätig. Durch ein Fernstudium ist sie zudem Diplom-Werbetexterin. Zwischen 2000 und 2006 war Melanie Arzenheimer freiberuflich unterwegs – als Redakteurin und Moderatorin. Heute ist sie Redaktionsleiterin des espresso-Magazins in Ingolstadt und Gesellschafterin von “airotic – das love-radio” zum Thema Liebe, Sex und Partnerschaft.

2009 gewann Melanie Arzenheimer mit ihrem Gedicht “Beziehungskiller” den Lyrikwettbewerb um den Hochstadter Stier.

Hier ihr Gedicht “Floralmadrigal”:

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Floralmadrigal

Romeo
fünf Nächte schon
unter´m Balkon
die Julia besungen

Julia
fünf Tage lang
mit Don Juan
in Spanien

aufgeben? nie!
meint Romeo
besingt jetzt die
Geranien

Anton G. Leitner

Portrait Anton G. LeitnerAnton G. Leitner wurde 1961 in München geboren. Er machte sein Examen in Jura, arbeitet heute jedoch als Lyriker, Verleger und Herausgeber. Bislang veröffentlichte er sechs eigene Gedichtbände, editierte über dreißig Anthologien. Er lebt in Weßling bei München.

Der Lyriker wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kulturpreis “AusLese”, der ihm 1995 von der Stiftung Lesen verliehen wurde. 2009 wurde er in den Kreis der Münchner Turmschreiber berufen. Die Gruppe bemüht sich durch Leseveranstaltungen und Buchveröffentlichungen um die Pflege bsonders im süddeutschen Raum entstandener Literatur.

Hier liest er sein Gedicht “Kleine Welt Runde mit F.”:

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Alles, was ich brauche

Um mich: Du, will sagen
Bist der Halt, aber drehst dich
Mit mir im Kreis.
Wir beschreiben uns selbst
Im Drehen erst richtig:
Mann und Frau
Bis das Karussell still steht
Halten wir stand

Freitag: Leander Beil

Portrait Leander Beil

Leander Beil ist 1992 geboren und lebt in Holzkirchen bei München. Nächstes Jahr macht der 17-Jährige sein Abitur in Musik. Sein Schwerpunkt: Gesang. Eigentlich ist er über die Musik auch zum Dichten gekommen. Er hat gerne Songtexte entworfen und irgendwann gemerkt, dass er auch ohne Musik texten kann.

Dichten ist für ihn aber nicht nur Hobby, sondern auch Arbeit: “Man glaubt gar nicht, wie viele Fehler man machen kann.”

Rhythmik, Reimschema, Klang beachten – das ist wichtig. Und so dauert es seine Zeit, bis das Gedicht wirklich fertig ist. Meist arbeitet der Schüler daher mehrere Wochen an seinen Texten. Einige davon sind bereits veröffentlicht worden. Für das Projekt von Leitner hat er zwei Gedichte eingesandt. “Glasscherben” hat er extra dafür geschrieben.

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Donnerstag: SAID

SAID Portrait

Der Schriftsteller und Dichter SAID wurde in 1947 in Teheran geboren. 1965 ging er ins deutsche Exil und studierte in München Politikwissenschaft. Nach dem Sturz des Schahs 1979 versuchte er einen Neuanfang im Iran, sah unter dem Regime des Mullahs dazu jedoch keine Möglichkeit. So kehrte er kurz darauf ins Exil zurück. Heute lebt er in München.

SAID wurde mehrfach ausgezeichnet. 1996 erhielt er den Preis “Literatur im Exil” (heute: “Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil”), 2006 die Goethe-Medaille und kürzlich den “Literaturpreis des Freien Deutschen Autorenverbandes”.

Hören Sie, wie SAID sein eingereichtes Gedicht vorträgt:

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