Rss Feed
Tweeter button
Facebook button
Lesen Sie die letzten Artikel:

Jan Thomas OtteDamit ihr Hoffnung habt, lautet das Motto der Veranstalter. Trotz Regentropfen, Alltagsgrau und Missbrauch-Debatten. Haben Sie schon aufgegeben? Der Kommentar zum 2. Ökumenischen Kirchentag, jeden Tag, bis Sonntag. Von Jan Thomas Otte, Theologie-Student an der Uni Heidelberg

Keine Hoffnung. „Ich wartete auf das Gute, und es kam das Böse; ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis“, sagt bereits Hiob im Alten Testament. Dicke Wolken eines Tiefs hängen über München, das passenderweise „Xena“ (Die Fremde) heißt – eine griechisch-orthodoxe Heilige. Trübe Aussichten für eine halbe Million Pilger, Helfer und Redner. Übers Wetter schimpfen kann jeder, verbindet fast alle Menschen.

Wo bleibt Gott auf dem 2. ÖKT? Hoffen auf mehr Liebe, über Grenzen von Einkommen und Alter hinaus? Wie prägen Christen die Gesellschaft, warum sollten sie das tun, was unterscheidet sie von Andersgläubigen? Auf diese und andere Fragen wollen die Veranstalter Antworten geben. Auch die Missbrauchskandale, in deren Mitte zahlreiche Priester stehen, werden angesprochen, bewusst. Aber nicht nur – und stets mittendrin in der Gesellschaft.

Doch Hoffnung? Die Bibel steckt voll von Hoffnung, selbst bei Hiob. Vor allem dann, wenn einem trotz Regenschauern alles andere als zum Jubeln zumute ist. Das gibt den Christen Halt im Leben. Der Apostel Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet“. Und Petrus mahnt, dies auch im Diesseits zu tun: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.“ (Römer 12,12 / 1 Petrus 3, 15).

Damit ihr Hoffnung habt. Das Motto vom ÖKT will nicht irgendein Vers sein. Sondern eine theologische Klammer. Sie klingt abstrakt, bisweilen kompliziert, manchmal nichtssagend. Solange man sie nicht umsetzt. Gut zu wissen, dass man da nicht alleine ist. 55.000 Menschen kamen zum Eröffnungsgottesdienst am Mittwoch auf der Münchner Theresienwiese. Dort, wo sonst das Oktoberfest stattfindet.

Wir haben diese große Show des Glaubens in einer Fotostrecke festgehalten. Darunter auch manchen Prominenten.

Eröffnungsgottesdienst Theresienwiese

Bild 1 von 22

Tausende Gläubige strömten auf die Theresienwiese, um den Eröffnungsgottesdienst zu feiern.

Bilder: Daniel Blatt, Jan Thomas Otte

Bundespräsident Horst Köhler ließ es sich nicht nehmen, seine “Schwestern und Brüder” auf dem 2. ÖKT zu begrüßen. Hoffnung haben, Jesus Christus vertrauen, Brücken schlagen. Vor seiner Rede nahm er sich für uns 10 Sekunden Zeit, exklusiv:

Video: Jan Thomas Otte

Landesbischof Johannes Friedrich begrüßte zusammen mit seinem Kollegen, Erzbischof Reinhard Marx die rund 300.000 Besucher in der Münchner Innenstadt. Wir haben vorher mit beiden Kirchen-Managern über ihre Erwartungen gesprochen.

Was ist ethisch geboten, Herr Landesbischof Johannes Friedrich?

Video: Jan Thomas Otte

Was ist die Aufgabe der Christen in der Gesellschaft, Herr Erzbischof Reinhard Marx?

Erzbischof Dr. Marx

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Wort Ottes. Der Kommentar zum 2. Ökumenischen Kirchentag, jeden Tag, bis Sonntag. Von Jan Thomas Otte, Theologie-Student an der Uni Heidelberg. Hier geht es um Hoffnung, dann um Leistung, zuguterletzt um Erquickung.



  1. Ben on Donnerstag 13, 2010

    Zwei Daumen hoch für den Namen der Kulumne! Richtig genial.

  2. Jan Thomas Otte on Donnerstag 13, 2010

    Dankeschön! Hoffentlich der Inhalt auch – morgen geht’s weiter mit “Leistung”.