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Seit zwei Jahren bereiten sie den 2. Ökumenischen Kirchentag vor: er für die katholische, sie für die evangelische Laienorganisation. Er, Thomas Großmann, ist Leiter der Abteilung Katholikentage und Großveranstaltungen und arbeitet beim Zentralkomitee der Deutschen Katholiken. Sie, Silke Lechner, ist Studienleiterin beim Deutschen Evangelischen Kirchentag und für den ökumenischen Kirchentag sozusagen die evangelische Programmdirektorin. Zwei Interviews, fünf Fragen, zehn Antworten über Herausforderungen, Ziele und Hoffnungen im Vorfeld des 2. Ökumenischen Kirchentags. Von Anna-Katharina Lenz, Anja Breljak

Foto: Anja Breljak

Foto: Anja Breljak


Vorstellung: Thomas Großmann

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Vorstellung: Silke Lechner

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Was sind die Ziele des 2. Ökumenischen Kirchentages?
Großmann: Für uns ist es wichtig, dass wir uns über bestehende Grenzen hinweg für dieses Ereignis zusammen getan und es über viele Jahre gemeinsam vorbereitet haben. Damit wollen wir der Welt zeigen, dass wir trotz allem, was uns trennt, einen gemeinsamen Auftrag in der Welt haben. Als Christen in der Gesellschaft zu wirken heißt, dass wir uns mit unseren Ideen und Konzepten, mit Politikern und Vertretern aller Gruppierungen ins Gespräch bringen. Christ ist man für und in dieser Gesellschaft – egal ob man katholisch, evangelisch oder orthodox ist. Lechner: München wird ein großes Ereignis: 120.000 Menschen werden sich auf den Weg machen und hier zusammenkommen. Dabei wollen wir ein großes Fest feiern und kontrovers über alle Fragen, die anstehen, miteinander streiten – angefangen vom Abendmahl bis hin zur Ämterfrage.

Ziel ist es, ein Zeichen zu setzen: Christen können sich miteinander für die Gesellschaft einsetzen.

Was waren die Schwierigkeiten und Herausforderungen in der Vorbereitung?
Großmann: Wir Organisatoren präsentieren mit dem Katholikentag und dem evangelischen Kirchentag zwei ehrwürdige Traditionen, die man mit ihrer eigenen Kultur ins Gespräch bringen muss. Wir haben über viele Monate Gespräche darüber geführt, wie auch kleine christliche Kirchen mit einbezogen werden können, wie die Orthodoxen und die Freikirchen. Alles in allem war das ein positiver und konstruktiver Prozess. Lechner: Sie müssen sich vorstellen, dass man zwei verschiedene Großereignisse zusammenbringt. Das ist in etwa so, als ob man zwei Firmen fusioniert. Da gibt es Kompromisse, die man miteinander schließen muss. Wir haben in der über zweijährigen Vorbereitungszeit ganz tolle Momente erlebt, wo evangelische und katholische Christen, aber auch Orthodoxe, die sich stark an diesem ökumenischen Kirchentag beteiligen, miteinander ins Gespräch gekommen sind und Neues entwickelt haben.
Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?
Großmann: Ich denke, wir können guten Mutes morgen diesen 2. Ökumenischen Kirchentag beginnen. Wir haben viel gearbeitet und uns Monate lang vorbereitet, und ich denke, dass wir ein sehr gutes Programm haben. Ich hoffe auf gutes Wetter. Vor allem freue ich mich auf die vielen Tausend Gäste und wünsche ihnen, dass sie von hier weggehen mit dem Gefühl, dass es sich lohnt, ökumenisch zusammenzuarbeiten und bei einem solchen ökumenischen Ereignis dabei zu sein. Es soll einem Hoffnung für die Zukunft geben – das Leitwort des Ökumenischen Kirchentages heißt ja auch Damit ihr Hoffnung habt. Lechner: Mit den Vorbereitungen bin ich sehr zufrieden. Wir haben ganz tolle Referenten und Referentinnen, wir haben ein buntes Programm, das von großen politischen Diskussionen bis zu kleinen Workshops und Konzerten im Freien reicht. Wir haben es geschafft, dass über 120.000 Menschen aus verschiedenen Generationen für fünf Tage zusammenkommen – das ist nicht selbstverständlich.
Was erhoffen sich die Laienorganisationen vom 2.Ökumenischen Kirchentag?
Großmann: Wir hoffen, dass von München ein Signal ausgeht, das zeigt, dass wir gemeinsam handeln können. Unsere große Hoffnung ist, dass uns in besonders eindrucksvoller Art und Weise gelingt, der Gesellschaft mit all ihren Gruppierungen zu sagen: Wir als Christen möchten eure Ansprechpartner sein, und das wo immer möglich gemeinsam und über konfessionelle Grenzen und Streitfragen hinweg. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt. Lechner: Ich hoffe, dass wir zusammenkommen und gemeinsam ein Fest feiern.Wir müssen als Christen in der derzeitigen Situation auch demütig sagen: Wir haben Fehler gemacht und wir wollen uns dafür einsetzen, dass transparent mit der Situation umgegangen wird und dass sich Dinge ändern. Wir können aber auch selbstbewusst zeigen: Wir sind wichtig in dieser Gesellschaft und wir werden weiterhin unsere Rolle einnehmen. Außerdem erhoffe ich mir einen Fortschritt im Dialog zwischen Christen und Muslime. Wir setzen uns auf dem Kirchentag dafür ein, dass wir mit allen gesellschaftlichen Gruppen ins Gespräch kommen und haben ein großes Projekt mit Muslimen. Wir wollen zu einem guten Zusammenleben in dieser Gesellschaft beitragen.
Und Ihre persönliche Verbindung zum Kirchentag?
Großmann:

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Lechner:

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